die Stadt der besonderen Kinder



Miss Peregrine hat es mir gewaltig angetan. Als ich kurz davor war, den letzten Teil der Trilogie aus der Hand zu legen, ist mir aufgefallen, dass mir die Rezension zum Vorgänger noch fehlt. Das muss nachgeholt werden. Am besten jetzt, bevor ich das Buch beendet habe und alles durcheinander würfle. Aber es kann nur von Qualität zeugen, wenn ich so hastig meinen Buchstabel schrumpfen lasse.

Inhalt

Nachdem die Insel Cairnholm zurückgelassen werden musste, beginnt eine rasante Flucht- und Rettungsaktion. Um Miss Peregrine zu retten und sie aus ihrer Vogelgestalt zu befreien, muss ein Weg durch die Jahrhunderte absolviert werden, der die Gruppe schließlich in das zerbombte London des zweiten Weltkriegs führt. Auf dem Weg zu vermeintlichen Rettung (schließlich gibt es noch einen dritten Teil) begegnen die Kinder zahlreichen Gefahren, Abenteuern und neuen Figuren. So wie es sich für ein abwechslungsreiches Buch gehört!

Leseeindruck der ersten Zeilen des Buches

Wir ruderten aus dem Hafen, vorbei an Booten, die auf dem Wasser tanzten und rostige Tränen aus den Schweißnähten ihrer Rümpfe weinten. Vorbei an Seevögeln, die reglos auf den muschelbewachsenen Überresten gesunkener Docks hockten.

Aus meiner Sicht

Ich finde, der zweite Teil steht „der Insel der besonderen Kinder“ in nichts nach. Häufig sind die mittleren Bücher meist die langweiligsten, weil sie irgendwo ein Fugenbuch sind. Das ist ebenso: man lernt weder eine neue Welt kennen, noch arbeitet man auf das große Finale zu. Aber dieser Lückenfüller ist äußerst gut gelungen.
Durch das Umherreisen der Protagonisten kommt einerseits keine Langeweile auf, da man die Welt Cairnholms schon längst entdeckt hat, andererseits passt die Reiseatmosphäre  gut zu einem zweiten Teil. Auch, wenn sich das ein wenig komisch anhört: man weiß doch ganz genau, dass das Buch nicht in der endgültigen Lösung schließen wird. Ein zweiter Teil ist immer ein Hinarbeiten zum finalen Teil – dem Buch, in dem wirklich etwas Aufregendes passiert.
Durch das Reisen konnte man keinen Schritt vorher sehen, entdeckte plötzlich neue, interessante Charaktere, ohne dass der Autor versuchte, auf etwas hin zu deuten, dass eh erst 500 Seiten später im nächsten Teil wirklich relevant wird. Gut gelöst, wie ich finde.
Und alles andere als langweilig.
Ein kleines Highlight für mich war das Reisen zwischen den verschieden Zeiten. Oftmals wurde die Handlung in historische Ereignisse, wie den Luftangriff auf London im 2. Weltkrieg so hervorragend eingepasst, wie Riggs es auch schon mit den Fotografien gemacht hatte. Was man kann, muss man eben beibehalten…

Fakten

Originaltitel: Hollow City
©Knaur
Verlag: Knaur
1. Auflage 2015
Seiten: 480
ISBN-13: 978-3426653586

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